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Australien– Endstation Sehnsucht – Endstation für die
ruhebedüftigen Sinne
„Die größten Geschenke werden in der Stille überreicht“
– das ist ein irritierender Kontrapunkt in unserer marktschreierischen
Zeit. In dem das Credo vorherrscht, dass nur der Gehör findet, der
am lautesten und am häufigsten seine mehr oder minder fragwürdigen
Botschaften in die Welt hinaus posaunt. Wahrheit wird mit Häufigkeit
verwechselt.
Was hat das alles mit Australien oder mit Ihrer Australien Reise zu tun – mit der „Terro incognita“
mit der unbekannten Welt auf der zumindest von uns aus gesehen weit entfernt
gelegenen südlichen Erdhalbkugel.
Australien wirkt auf den ersten Blick vertraut. Eine für
die meisten von uns zumindest halbwegs verständliche Sprache und
vertraute europäische Gesichter, die das Bild der australischen Gesellschaft
in Europa und der Welt prägen. Also alles „easy“, keine
Unsicherheiten einer unverständlichen Sprache, keine fremden Sitten
und Gebräuche die fremd ,furchteinflößend sind und auch
das Essen scheint auf Grund der Orientierung an der westeuropäischen
Kultur halbwegs genießbar zu sein.
Australien wirkt auf den zweiten, einem intensiveren Blick hinter die
werbewirksamen Kulissen, aber weit weniger vertraut.
Die knapp 20 Millionen Australier, ein mittlerweile buntes Gemisch aus
den verschiedensten Nationalitäten, rotten sich zu über 70 Prozent
in fünf großen Städten zusammen. Sie suchen ihr urbanes,
individuelles Glück in Perth, Adelaide, Melbourne, Sydney oder Brisbane.
Fast hat es den Anschein, als suchen Sie den Schutz der großen Städten,
wie unsere Bevölkerung im Mittelalter Schutz vor den eigenen Artgenossen
hinter hohen Burgmauern und befestigten Städtwällen gesucht
hat.
Nur während der Ferienzeiten schwärmen die Wagemutigen aus und
verbringen einige Tage in noch halbwegs sicherer Entfernung zu den großen
Wagenburgen der Moderne. Hier frönen Sie zahlreichen Wasseraktivitäten,
denn das Medium Wasser ist für die meisten Australier ein sehr vertrautes
Element, da die meisten Einwohner in Down Under nicht weit vom Wasser
entfernt wohnen.
Außerhalb der glitzernden Hochhäuserfassaden im Kernbereich
der Großstädte und der mit diesen Kernbereichen, wie mit einer
unsichtbaren Nabelschnur verbundenen endlosen Vororte, regieren auch nach
200 Jahren „weißer Geschichte“ noch immer ganz andere
Kräfte.
Der Traum vom Häuschen im Grünen löst sich in Australien
auch schnell einmal in Schutt und Asche auf. Die Natur fordert in diesen
Breitengraden schneller ihr Primat des Handelns zurück und weist
den Menschen in sehr eindringlicher Form in seine Schranken. Manche hören
diese Botschaft, andere stellen sich taub und stehen dann vor den Trümmern
ihrer von verheerenden Buschfeuern vernichteten Existenzen. Derartige
Bilder flimmern dann auch bei uns zur „prime time“ über
die Bildschirme, gemäß dem Motto „only bad news are good
news“.
In Australien wehrt sich die Natur auch nach 200 Jahren menschlicher,
weißer Besiedlungsgeschichte, in vielen Gegenden nach wie vor vehement
gegen den fortschreitenden Landraub. Jahrelang anhaltende Dürreperioden,
plötzlich auftretende Überschwemmungen und gewaltige Buschfeuer
halten die Bevölkerung in Atem. Auch das sonst so vertraute Meer
bringt sich ab und zu eindringlich in Erinnerung, wenn sich in den Weiten
des pazifischen oder indischen Ozeans tropische Wirbelstürme bilden,
die dann mit Wucht auf die australische Landmasse treffen.
In Australien kannst Du Dir nie so ganz sicher sein, welche Launen die
Natur gerade bereit hält, egal ob Du gerade in der vermeintlich sicherer
Großstadt bist oder auf dem flachen Land.
Das Erlebnis Australien beginnt zu aller Erst in unserer Neugier, Neues
und Unbekanntes zu entdecken. Warum sollten wir uns sonst aufmachen und
20.000 km um die halbe Welt zu fliegen. Die Anreise zu diesem auf den
ersten Blick etwas unsinnige Unterfangen ist auch im neuen Zeitalter der
Großraumflugzeuge Marke A380 immer noch nicht zum reinsten Vergnügen
geworden ist.
Australien hat in diesem Punkt noch jeden Besucher für seinen Wagemut
belohnt. Eine Reise nach Australien beinhaltet immer einen gewissen Suchtfaktor,
es ist also Vorsicht geboten und lang anhaltende „Nebenwirkungen“
sind bei einer Reise nach Down Under nicht auszuschließen.
In einem Buch über die vielfältigen australischen Landschaften
las ich einen Satz, der in meinem Inneren schlummerte, aber sich nicht
in Worte ausdrücken wollte.
Die Landschaften sind die Kathedralen Australiens.
Noch einmal – die Landschaften sind die Kathedralen Australiens.
In vielen Kathedralen ergreift uns eine innere Ehrfurcht – nur Menschenwerk
und doch scheinen und schienen hier höhere Mächte am Werk. Wir
lassen uns von der Ruhe und der Erhabenheit dieser Bauwerke innerlich
berühren – dann treten wir wieder vor die Türen und schnell
ist es mit der Ruhe und Erhabenheit wieder vorbei – auf zur nächsten
Kathedrale.
In den australischen Landschaften gibt es keine riesigen, schweren Türen,
die Sie schließen und öffnen können. Hier offenbart sich
eine Jahrmillionenalte Schöpfungsgeschichte, die stetig am Werden
und Vergehen ist. Einige der australischen Ureinwohner Stämme versuchen
dieses tiefe Verständnis für das Wirken der Natur und das Leben
im Einklang mit der Natur zu bewahren und es an die nächste Generation
weiterzugeben. Mit manchen von Ihnen können Sie ins Gespräch
kommen.
Eine Möglichkeit sich auf Australien einzulassen ist es viel Zeit
in diesen Kathedralen Australiens zu verbringen. Im Rythmus von Sonnenauf-
und Untergang mitzuschwingen. In den unglaublichen Weiten dieser Landschaften
sich selbst innerlich zu weiten hat eine heilsame Wirkung, ohne dass sie
jemals einen Arzt aufsuchen müssen weil es sich eng in der Brust
anfühlt. Viele einengende Vorstellungen, wie etwas zu sein hat, verlieren
in diesen unendlichen Dimensionen ihre Strahlkraft.
Anlässlich der allgegenwärtigen Schöpfungskraft in diesen
zeitlosen Urlandschaften taucht womöglich die interessante Frage
auf: „ Was will ich in meinem Leben erschaffen?“
Will ich etwas eigenes erschaffen, will ich eigene Gedanken denken, will
ich meine eigenen Wege gehen?
Es ist möglicherweise gerade dies ein Grund, warum eine Australien Reise
gerade bei jungen Leuten immer beliebter wird und sie sich hier
eine schöpferische Auszeit nehmen.
Doch auch die Medioren, d.h. meine Generation zwischen 50 und 60 nimmt
sich immer öfter eine berufliche Auszeit und reist zum „Auftanken“
nach Australien.
Das menschliche Miteinander erfährt in dieser kraftvollen Umgebung
wieder eine andere Dimension.
Eine Reise nach Australien bietet sehr viel mehr, als nur die Gelegenheit
einmal einen Koala Bär im Arm zu halten, ein Känguruh zu streicheln,
oder die bunte Unterwasserwelt am Great Barrier Reef zu bestaunen. Die
Bilder vom Sydney Opera House, der Sydney Harbour Bridge oder vom rot
glühenden Ayers Rock, erzielen immer wieder die gewünschten
Ergebnisse – die Betrachter werden ein wenig neidisch und der Herzeigende
schwelgt in schönen Erinnerungen.
Australien, die Natur und die Menschen bilden einen fassbaren Rahmen,
um den Satz “die schönsten Geschenke werden in der Stille überreicht“
für jeden von ihnen mit individuellem Leben zu erfüllen.
Wir stellen Ihnen auf den folgenden Internetseiten einige der "Kathedralen
Australiens" vor und geben Ihnen Tipps und Vorschläge zur Gestaltung
Ihrer persönlichen Reise
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