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Australia – off the beaten Track
Für viele eingefleischte Australienfans fängt Australien
erst so richtig an, wenn sie die Großstädte hinter sich
lassen und in die endlosen Weiten des Outbacks eintauchen. Hier
finden Sie jene Freiheit vor, von der wir im dicht besiedelten Mitteleuropa
nur noch träumen können. Endlose, Ehrfurcht einflößende
Landschaften, ein tiefblauer Himmel, mit Wolken zum Greifen Nahe
und nachts ein sternenklarer Himmel – Zeit die Dimensionen sich
zurechtrücken zu lassen, Zeit um wahrzunehmen, dass der Mensch
in dieser gigantischen Natur nur Gast ist. Der Fotograph und Journalist
Michael Boyny hat dieses elementare Gefühl einmal mit den Worten
beschrieben. " Das Auftreten des Menschen in dieser gewaltigen
Weite hat bestenfalls Flohwalzercharakter".
Reiseführer und Landkarten
Egal ob Sie nun zum ersten Mal ins Outback eintauchen oder bereits
einige der bekannten Tracks hinter sich und jede Menge Staub geschluckt
haben, jede Reise bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung. Einfach
so ins Blaue hinein losfahren kann zu so manch unliebsamer Überraschung
führen. Für eine sorgfältige Planung sind zuverlässige
Informationen und gutes Detailkartenmaterial unablässig.
Wir stellen Ihnen kostenlos Detailreiseführer
und Landkarten zur Verfügung.
Bereits mit Ihrer Buchungsbestätigung erhalten Sie je nach
Ihrer Routenwahl folgende Reiseführer und Landkarten kostenlos
zugesandt
Reiseführer in englischer Sprache
- The Kimberley Adventure Guide 250 Seiten
- The Cape York Adventure Guide 260 Seiten
- The Flinders Ranges Adventure Guide 240 Seiten
Detaillandkarten
- Kimberleys
- Pilbara Ranges
- Cape York
- Flinders Ranges
- Tanami Track
- Oodnadatta Track
- Canning Stock Route
- Gunbarrel Highway
- Birdsville Track
Welche geländegängige Fahrzeugart
soll ich wählen?
Es gibt kleine und große sogenannte 4WD Fahrzeuge. Ein kleineres
Fahrzeug z.B Toyota RAV ist nur für kleinere und kürzere
Wegstrecken geeignet.
z.B. für die ca. 600km lange Fahrt von Alice Springs entlang
der Western MacDonnell Ranges, über die erlebnisreiche Meereenie
Loop Road zum Kings Canyon und weiter zum Ayers Rock. Ein derartiger
Fahrzeugtyp ist auch geeignet um z.B. für 3 – 4 Tage den Kakadu
Nationalpark zu erkunden oder von Cairns über den Bloomfield
Track nach Cooktown zu fahren. Wenn Sie jedoch einen der bekannten
Tracks befahren wollen, z.B. die Gibb River Road 750km quer durch
die wilden Kimberleys im Nordwesten, dann gibt es nur eine Wahl,
entweder ein Toyota Landcruiser oder alternativ ist auch ein Nissan
Patrol geeignet.
Nur diese Fahrzeuge sind robust genug um den Anforderungen einer
derartigen Strecke gerecht zu werden.
Welcher Vermieter hat das beste Angebot?
Das lässt sich nicht so einfach feststellen, denn wie üblich
liegt auch hier das Teufelchen im Detail. Sprich mal ist dieser,
mal ist jener Vermieter günstiger. Das hängt sehr stark
von der Jahreszeit an, in der Sie anmieten, und wo Sie Ihr Fahrzeug
übernehmen und zurückgeben wollen. Am besten Sie lassen
sich von uns ausführlich beraten. Wir arbeiten mit allen renommierten
Firmen zusammen und stellen Ihnen des preislich attraktivste Angebot
kostenlos zusammen.
Welche Fahrzeugversicherung soll ich wählen?
All Inklusive oder Standard ?
Bei Fahrten ins australische Outback empfehlen wir grundsätzlich
eine All Inklusive Versicherung mit einem Selbstbehalt pro Schadensfall
von Null oder 220 AUD. Das ist von Vermieter zu Vermieter etwas
unterschiedlich. Eine All Inklusive Vermietrate kosten zwar mehr
als eine Standardmietrate ( mit AUD 5000 und mehr Selbstbehalt )
doch das Risiko eines Schadens ist bei derartig abenteuerlichen
Fahrten weit größer, als wenn Sie auf der geteerten Straße
Sydney nach Melbourne fahren. Da die Anschaffungkosten eines Geländewagens
relativ hoch sind, sind Schadenssummen von AUD 5000 und mehr sehr
schnell erreicht. D.h. mit einer All Inklusive Versicherung können
Sie beruhigt schlafen und sich auf und über Ihr Reiseerlebnis
freuen, auch wenn Sie einen Schaden hatten.
Wo kann ich übernachten?
Bei vielen bekannten Tracks, z.B. Tanami, Oodnadatta, Birdsville,
Simpson Desert etc. bleibt zwecks eines Nichtvorhandenseins von
Hotels oder Motels nur die erlebnisreiche Übernachtung unter
dem eine Millionen Sternezelt. D.h. in diesem Fall ist die Mitführung
einer Campingsausrüstung unerlässlich, oder Sie mieten
sich gleich ein geländegängiges Wohnmobil an.
Bei einigen Tracks können wir für sie auch Übernachtungen
in Safari Camps, Outback Stations oder Hotels / Motels vorbuchen.
Dies trifft insbesondere auf folgende Tracks zu:
- Gibb River Road von Kununurra nach Derby oder umgekehrt
- Kulumbaru Road zum Mitchell Plateau in den Kimberleys
- Cape Leveque – nördlich von Broome
- Cape York Track
Wann ist die beste Jahreszeit?
Alle Tracks im Norden und Nordwesten Australiens, d.h. Gibb River
Road und Cape York Track sind nur in der Trockenzeit von Mai bis
Ende Oktober befahrbar. Während der sogenannten "Wet Season"
von November bis April stehen diese Abschnitte teilweise unter Wasser
und sind nicht passierbar.
Alle anderen Tracks weiter im Landesinneren und nach Süden
zu sind ganzjährig mit zum Teil sehr unterschiedlichen klimatischen
Bedingungen befahrbar.
In der Zeit von Juni bis September wird es nachts in Outback sehr
kalt und die Temperatur kann bis auf den Null Punkt fallen. Tagsüber
klettert das Thermometer auf angenehme 25 bis 30 Grad. Im australischen
Sommer von Dezember bis Februar herrschen zum Teil extrem heiße
Tagestemperaturen vor. 40 Grad im Schatten, und den gibt es fast
nicht !!!, und mehr sind dann an der Tagesordnung. Auch nachts "kühlt"
es nur auf 20 – 25 Grad ab.
Gute Monate mit moderaten Tages- und Nachttemperaturen sind der
Oktober und die Monate April und Mai.
Einige Vorsichtsmaßregeln
- Planen Sie keine zu großen Tagesetappen – 250 – 300km
sind ausreichend – und schneller geht es meistens sowieso nicht
voran.
- Vermeiden Sie Fahrten während der größten Mittagshitze
- Fahren Sie nicht nachts und in der Dämmerung – Gefahr von
Wildwechsel
- Überschätzen Sie nicht ihr Fahrkönnen – Outbackpisten
können tückisch sein und die Straßenbeschaffenheit
kann sich sehr schnell ändern. Staublöcher etc.....
- Trinken Sie mehrere Liter Flüssigkeit pro Tag.
- Führen Sie immer genügend Flüssigkeit für
mehrere Tage mit sich.
- Tragen Sie immer einen Hut – der Körper verliert am meisten
Flüssigkeit über den Kopf !!
- Bei einem Notfall – bleiben Sie immer bei Ihrem Fahrzeug und
versuchen Sie nicht zu Fuß Hilfe zu holen. Bei derartigen
Aktionen sind schon einige Urlauber verdurstet !!!
- Melden Sie sich immer bei den örtlichen Behörden ab
wenn Sie einen längeren Track fahren und am Ankunftsort wieder
an.
- Vorsicht bei Flussdurchquerungen, erkundigen Sie sich vorher
nach dem Wasserstand.
- Kein Alkohol am Steuer
Hinweise zu Fahrten im australischen Outback
Risikofreies Autofahren im Outback verlangt, dass Sie genaue Schritte
befolgen. Einige Tips sollen Ihnen helfen, sich auf ihre Outback
Abenteuertour richtig vorzubereiten.
Benzin:
Der Benzinverbrauch ihres Geländewagens sollte vorsichtig
kalkuliert werden, damit Ihnen das Benzin zwischen zwei Tankstellen
tatsächlich ausreicht. Bitte überprüfen Sie in entlegenen
Gebieten immer die Öffnungszeiten der einzelnen Tankstellen.
Flüsse und Wasserwege:
Seien Sie vorsichtig bei jeder Durchquerung von Flussbetten. Fahren
Sie langsam fort und passen Sie genau auf die Wassertiefe der zu
durchfahrenden Stelle auf. Denken Sie stets daran, dass manche Stellen
tiefer sind, als sie vielleicht erscheinen. Mit großen Geschwindigkeit
durchs Wasser zu fahren ist immer mit einer großen Gefahr
verbunden. Außerdem kann dadurch ein Schaden am Fahrzeug entstehen,
für den Sie in voller Höhe verantwortlich sind, d.h. hier
haben Sie keinen Versicherungsschutz!
Notlage:
Falls Sie in eine Notlage geraten, verlassen Sie nicht Ihr Fahrzeug
und bleiben wo immer möglich im Schatten. Bei einigen Vermietern
können Sie sich auch einen Notfallsender anmieten, den Sie
in diesem Fall aktivieren können.
Sicherheit geht immer vor. Die Verantwortung für Ihre eigenen
Sicherheit haben letztendlich nur Sie selbst zu tragen.
Wasser:
Sorgen Sie dafür, dass Sie immer genug Wasser bei sich haben.
Als Allgemeinregel gilt für eine Autofahrt, die insgesamt 2
Tage dauern soll ( eventuelle Pannen/Schwierigkeiten unterwegs sind
schon mit einkalkuliert), mit einem Vorrat von 20 Liter pro Person
rechnen zu müssen. Es lohnt sich den Wasservorrat bei jeder
Gelegenheit nachzufüllen.
Erlebnisbericht
Nun haben wir also ( nach 94 Tagen, 9018 Kilometern und drei Plattfüßen
) den australischen Kontinent einmal von Osten nach Westen durchquert.
Wir haben uns erneut verzaubern lassen vom quirligen, lebensfrohen
Charme Sydneys, haben in Byron Bay bei etlichen Tassen Capuccino
stirntragende Aussteiger um ihre Sorglosigkeit beneidet und an der
Gold Coast lächelnde Japaner beim Phototermin am Strand beobachtet.
Wir genossen kühles "Victoria Bitter" im Birdsville
Pub und spektakuläre Sonnenuntergänge in der Simpson Wüste.
Am Ayers Rock glaubten wir, das rote Herz des Kontinents schlagen
zu hören. In Alice Springs saßen wir in den Straßencafes
und beobachteten Touristen die Aborigines beobachteten, die widerum
Touristen beobachteten.
Die Tanami Road war staubig, rau und lang. Halls Creek entpuppte
sich als trostlose Bierdosenmüllhalde und die Bungle Bungle
als eine Sternstunde der Schöpfung. Sonne, Buschbrände
und ein defektes Radlager brachten uns auf der Gibb River Road ganz
schön ins Schwitzen, doch an den kilometerlangen Stränden
von Broome fanden wir die ersehnte Abkühlung.
Was für ein Land, in dessen Weiten die Natur Wunder geschaffen
hat, die mit nichts zu vergleichen sind. Mit hilfsbereiten, freundlichen
Menschen, Frauen, die das Selbstbewusstsein ihrer Mütter aus
alten Pioniertagen geerbt haben, Männer, die irgendwie alle
gerne den kleinen "Crododile Dundee" in sich sehen. Ich
kann wirklich nicht durch Australien mit dem Geländewagen reisen,
ohne mir ständig zu wünschen, für immer hier zu leben.
Michael Boyny, Berufsphotograph
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